Wundenlecken

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Ralf HeinrichIch will keinen Hehl daraus machen: Natürlich bin ich enttäuscht über den Ausgang der Gemeinderatswahl in Bühl. 1.821 Stimmen für mich sind zwar grundsätzlich recht ordentlich – In diesem Zusammenhang noch einmal ganz herzlichen Dank all meinen Unterstützern! <3 – aber ich hätte eher ziemlich genau das Doppelte an Stimmen gebraucht, um in das wichtigste Bühler Gremium einzuziehen.

Heute, mit ein paar Tagen Abstand betrachtet, bin ich dennoch mit mir im Reinen. Ich bin stolz darauf, im vergangenen Jahr maßgeblich dazu beigetragen zu haben, uns Bühlern das BH-Kennzeichen zurück zu bringen, und freue mich sehr darüber, nach nur einem halben Jahr bereits so viele Autos mit unserem heimatlichen Nummernschild auf der Straße zu sehen. Das allein ist Beleg genug, wie viele Bühler sich das Altkennzeichen tatsächlich gewünscht haben. Auch bin ich nach wie vor froh, mich nach meiner Kandidatur bei der OB-Wahl 2011 mit Herzblut in die Kommunalpolitik eingebracht zu haben. Und doch frage ich mich natürlich – wie viele andere auch, die in den letzten Tagen auf mich zugekommen sind: Woran hat es gelegen? Tja, auf diese Frage werde ich allerdings vermutlich leider nie eine befriedigende Antwort erhalten. Gut, letztlich ist es auch müßig.
– Aber neugierig wäre ich schon. 😉

Natürlich gratuliere ich allen frisch gebackenen Stadträtinnen und -räten herzlich und wünsche ihnen viel Glück und Erfolg. Sie werden es brauchen, denn die Zeit der wirklich harten und schweren Entscheidungen steht erst noch bevor.

Wahlergebnis Bühl 2014Bleibt noch die mir in diesen Tagen häufig gestellte Frage, wie nun meine kommunalpolitische Zukunft aussieht. Das ist schwierig zu beantworten, und eine Antwort heute kann nur unter dem noch allzu frischen Eindruck des ernüchternden Wahlergebnisses stehen. Aus heutiger Sicht aber werde ich wohl der parteigeprägten Kommunalpolitik weitgehend den Rücken kehren. Die letzten zwei Jahre haben mir gezeigt, dass ausnahmslos alle Parteien und Wählervereinigungen sich meist viel zu ideologisch verhalten oder der jeweils anderen Partei genau dies vorwerfen, auch wenn es gerade nicht so ist. Es ist ein Verhaltensmuster, in das man – wie ich selbst feststellen musste – fast automatisch verfällt und aus dem man nur sehr schwer ausbrechen kann. Aus meiner aktuellen Sicht macht es für mich daher mehr Sinn, wieder zu meinen Wurzeln zurückzukehren und mich über mein Blog, Facebook und persönlich ins kommunalpolitische Geschehen einzubringen. Ich werde wieder noch unabhängiger berichten und Themen aufgreifen, die mir persönlich am Herzen liegen und von denen ich glaube, dass sie für eine Mehrheit der Bühler von Belang sind. Ich werde mich also weiterhin kritisch und konstruktiv einmischen und persönlich das Bühler Zeitgeschehen kommentieren.

Es wäre schön, wenn noch mehr Leser als bisher davon Kenntnis erhalten. Und damit richte ich mich auch und besonders an den neuen Gemeinderat, der sich gerne von meinen Themen inspirieren lassen darf. Es würde mich sehr freuen, wenn meine Meinung und Einschätzung zu bestimmten Dingen weiterhin gefragt ist, wie mir oft versichert wurde. Es ist nicht immer das Schlechteste, sich Anregungen und Meinungen mit einem Blickwinkel von außen zu holen.

Wer also nichts verpassen möchte, dem lege ich die Möglichkeit ans Herz, mein Blog zu abonnieren. Ganz einfach oben rechts unter „Kostenloses News-Abo“ die eigene E-Mail-Adresse eintragen, und schon bekommt man jeden Blogbeitrag zeitnah und bequem ins eigene Postfach geliefert. Und natürlich freue ich mich auch über jeden neuen „Gefällt mir“-Klick bei meiner Facebookseite, womit eben die dort geposteten Inhalte abonniert werden. Teilen und weitersagen erwünscht! 🙂

Und nun: Aufstehen, Staub abklopfen, weiter geht’s!

* Schriftlich bestätigt von demjenigen, der die Kennzeichenliberalisierung überhaupt initiiert hat: Prof. Dr. Ralf Bochert von der Hochschule Heilbronn. Er schrieb mir: „Das ist Ihrs!! Klasse gemacht, es hätte ohne Sie nicht geklappt.“

Autor: Ralf Heinrich

...ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und lebt seit der Jahrtausendwende im badischen Bühl. Der studierte Informationswissenschaftler und Werbe- und Marketingfachmann tauchte bereits 2005 in die Welt der Sozialen Medien ein, als XING noch openBC hieß und Facebook noch nicht wichtig zu sein schien. Er "lebt und atmet" Social Media durch XING, Facebook, Twitter & Co. und bloggt selbstverständlich auch. Bis 2014 beriet er zehn Jahre lang Firmen und Menschen im Umgang mit Social Media, gab ihnen Starthilfe, und entwickelte mit seiner Agentur, dem Kreativbüro, Werbe-Ideen und -Konzepte für seine Kunden. Heute leitet er für BELLIN das globale Marketing in Ettenheim.

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